Freya Klier zu Gast im Jahrgang 13

Vor kurzem war die Schriftstellerin und Regisseurin Freya Klier an unserer Schule, um uns aus ihrem Leben in der DDR-Diktatur zu berichten. Sie erzählte von ihrer Kindheit und wie sie vom Staat immer weiter unter Druck gesetzt wurde, bis sie letztendlich ausgebürgert wurde.

Während sie all das - teils selbst sehr emotional - erzählte, fragte ich mich, wie ich mich in einem solchen Regime wie der DDR verhalten hätte. Hätte ich ebenfalls wie Freya Klier Widerstand geleistet oder wäre ich eine dieser Parteimarionetten geworden? Aus Angst oder aus Überzeugung? Hätte ich das alles mit mir machen lassen oder hätte ich einen Fluchtversuch gewagt?
Aber auch ganz normale Fragen schossen mir durch den Kopf. Wie hätte mein Alltag ausgesehen? Frau Klier berichtete davon, dass gewöhnliche Versammlungen auf der Straße einfach auseinandergebracht worden waren. Das, was für uns heute als Menschenrecht im Grundgesetz verankert ist, war dort bereits ein Grund für eine Verhaftung. Ich konnte mir diese Fragen alle gar nicht beantworten, weil meine Erziehung und meine Lebenserfahrungen ganz anders aussehen.

Was mir aber in diesem Moment klar geworden ist, dass so etwas hier in Deutschland, in Europa und auf der ganzen Welt nicht passieren darf und man alles daransetzen muss, so etwas zu bekämpfen und zukünftig zu verhindern.

Der Projekttag mit Freya Klier war für mich persönlich eine hautnahe Erfahrung, die ansonsten nicht im Unterricht spürbar gemacht werden kann.

Max Leissner 13Ba