Julian Steinfeld - Grüße aus den USA

Julian genießt derzeit ein Auslandsjahr an einer amerikanischen High School. Alles Gute, Julian! Hier sein Bericht:

Von der Carl-von-Weinberg-Schule nach North Carolina/USA. Mein Austauschjahr an der Grace Christian High-School Sanford.

Nach dem Qualifizierten Realschulabschluss 2017 der C-v-W Schule, Basketballklasse 10a Herr Bruhn, wollte ich unbedingt ein Jahr in USA verbringen und dazu noch möglichst viel Basketball spielen. Über die Agentur Global Horizons, die von einem ehemaligen Basketballspieler und dessen Vater betrieben wird, wurde mir eine passende Schule vermittelt. So flog ich am 04.08.2017 nach North Carolina. Meine Gasteltern, Shandalyn und Mike Matson und ihre 2 Jungs, Chase (10) und Miles (13), holten mich am Flughafen Raleigh/Durham ab.

Die Eingewöhnung fiel mir sehr leicht, da wir uns alle auf Anhieb super verstanden haben, auch weil ich sehr gut Englisch spreche (Danke Frau Koeppen-Castrop). Die Matsons haben ein Haus, Mike hat extra für mich sein Büro ausgeräumt, um ein Zimmer für mich einzurichten. Die Entfernungen in USA sind groß, obwohl Sanford nur knapp 30.000 Einwohner hat, ist der Ort weit über das Land gezogen und man fährt überall mit dem Auto hin. Zumal es hier fast keinen öffentlichen Nahverkehr gibt.

Da Mike Lehrer und Basketballtrainer der mittleren Jahrgänge an meiner Schule ist, fahren wir Jungs alle zusammen zur Schule und am Nachmittag/Abend wieder nach Hause. Viele Familien hier gehen fast jeden Tag essen, gekocht wird selten, wenn dann mal am Wochenende. Es gibt selbstverständlich Burgerketten, Taco Bell (bekannte mexikanische Foodkette), Chick-fil-a (ähnlich wie KFC), Asiatisches und natürlich Pizza und Pasta.

In USA findet das Sportleben nicht wie bei uns im Verein statt, sondern in der Schule. An der Grace Christian kann ich mich auf diesen einen Sport konzentrieren, was eigentlich an High-Schools in USA nicht üblich ist, normalerweise muss man verschiedene Sportarten wie American Football, Baseball, Soccer etc. im Trimester ausführen. Ich habe 3mal die Woche Training, auch manchmal am Wochenende, sogar ein Boot Camp wurde ab und zu veranstaltet.

Von November 17 bis Februar 18 während der Basketballsaison hatte ich 2-3 Spiele die Woche inclusive Wochenende. Da Basketball hier Breitensport ist, spielen wir in großen Hallen mit sehr viel Publikum und haben sogar eigene Cheerleaders. Da fühlt man sich als Basketballer im Gegensatz zu den deutschen Verhältnissen der NBA ganz nah. Ein tolles Erlebnis war mein erstes NBA Live Spiel in Charlotte, Charlotte Hornets gegen LA Lakers. Unglaublich, das mal persönlich zu genießen. Eine tolle Zeit hatte ich auch mit meiner Gastfamilie in den Thanksgiving Ferien im Universal Freizeitpark in Orlando.

Schule geht hier den ganzen Tag, sodass ich nie vor 18:00 zuhause bin, nach dem normalen Unterricht gibt es Lunch, Nachmittagskurse und Training. Der Schwierigkeitsgrad ist aber nicht mit Deutschland vergleichbar, er ist niedriger. Meine Fächer sind Naturwissenschaften, American History, Spanisch, Englisch, Mathe, Religion. Es wird außer amerikanischer Geschichte fast keine andere gelehrt.

Alles in allem fühle ich mich hier wie zuhause und werde daher noch ein weiteres Jahr bleiben. In 2019 möchte ich meinen High-School Abschluss machen. Wie dieser in Deutschland anerkannt ist, muss ich allerdings noch prüfen.