Besuch an der Julius-Leber-Schule

Am Dienstag, den 15.11.2016 machten ein paar Schüler aus unserem 10. Jahrgang in Begleitung unseres Stufenleiters, Herrn Reinke, einen Ausflug zur Fachoberschule Julius-Leber-Schule, welche die Fachrichtungen Gesundheit und Wirtschaft & Verwaltung anbietet.

Zurzeit besuchen ca. 3700 Schüler die Schule, welche von 120 Lehrern mit 151 Klassen betreut werden.

Wir trafen uns um 07:45 Uhr im fünftem Stockwerk des Schulgebäudes, wo uns dann die Abteilungsleiterin der Schule, Frau Heller, freundlich begrüßte.
Danach wurde unsere Gruppe von elf Schülern auf acht Klassen aufgeteilt (jeweils in der Fachrichtung, welche uns interessiert) und wir durften in vier Unterrichtsstunden reinschnuppern. Dabei erlebten wir normale Unterrichtsfächer wie wir sie kennen, haben aber auch neue wie Volkswirtschaft, Produktion und Medizin kennen gelernt.

Anders wie auf der Carl-von-Weinberg-Schule sind die Pausen in einmal 15 min und einmal 30 min eingeteilt. Auch anders ist die Wertung von Fehltagen/ Zeiten. Diese werden nämlich als Prozent angerechnet. Ab 25% (verrechnete Fehltage/Zeiten) wird dem/der Schüler/in als mündliche Note eine sechs in dem jeweiligen Fach eingetragen. Diese kann dann nur noch durch schriftliche Noten ausgeglichen werden.

Nach den vier Unterrichtsstunden trafen wir uns zu einem Feedback/Fragen und Antworten Gespräch mit der Stellvertretenden Schulleiterin, Frau Birgit Stauch-Tschakert. Sie erläuterte uns die formalen Kriterien, um sich an einer Fachoberschule FOS) in Hessen bewerben zu können und natürlich auch, welche Bewerbungsunterlagen dazu erforderlich sind.

Es gilt bei jeder FOS die Voraussetzung die Noten 3/3/4 in den Hauptfächern zu haben, wobei nicht auf die Differenzierung (E-Kurs und G-Kurs oder A und B) geachtet wird. Allerdings meldet die Carl-von-Weinberg-Schule Schüler nicht an einer FOS an, wenn unter den Hauptfächern eine G4 vorhanden ist. Diese gilt als ungeeignet, weshalb die Schule kein Empfehlungsschreiben für die Fachoberschule ausstellen kann.

Vorgelegt werden sollten ein Motivationsschreiben/ eine Bewerbung, ein Lebenslauf mit Lichtbild, das Abschlusszeugnis der neunten Klasse, das Halbjahreszeugnis der zehnten Klasse und anschließend im Sommer 2017 das Abschlusszeugnis von der zehnten Klasse zur Überprüfung, ob die Noten sich gegebenenfalls verschlechtert haben.

Die Abschlussprüfungen werden in den normalen Fächern, sowie in dem Schwerpunktfach (Gesundheit oder Wirtschaft und Verwaltung) absolviert.

Da die Schule im nächstem Jahr erstmals ein Sonderprogramm in Kooperation mit der Polizei des Landes Hessen anbietet, hat uns Frau Stauch-Tschakert auch dazu Fragen beantwortet. Durch die Zusage für einen Einstellungsplatz bei der Polizei (nach dem Auswahlverfahren) erfolgt die automatische Aufnahme an der Julius-Leber-Schule.

Trotz abgesichertem Platz bei der Polizei, sollte man dennoch wie alle normalen Bewerber eine Bewerbung mit Unterlagen an die FOS zusätzlich schicken. Hierbei sollte man dann natürlich erwähnen, dass man eine Zusage bei der Polizei mit Jahrespraktikum hat. Es wird extra Polizeiklassen geben, welche aber die gleichen Fächer wie alle anderen Schüler des Bereichs Wirtschaft und Verwaltung haben.

Ich persönlich finde, dass uns dieser Tagesausflug sehr viel gebracht hat, da wir nun wissen, welche Chancen wir an einer FOS haben. Wir haben einen Einblick in die Fachrichtungen, mit den jeweiligen Fächern bekommen und können für uns selbst entscheiden, in welche Fachrichtung wir gehen möchten und ob diese für uns und unser späteres Berufseben geeignet ist.

Cheyenne Müller, 10d